Sportarten Kampfsport Freizeitsport Ausdauersport Meine Erfahrungsliste

Dies stellt eher einen Artikel des Reflektierens über meine vergangen sportlichen Aktivitäten da. Jeweils mit Geschichte, Pro / Contra und mein Fazit.

Es hat sich in den letzten Jahren doch so einiges an Sportarten bei mir zusammengetragen, sei es in kurzen Kursen, sei es in längeren zeitlichen Abständen, sei es Indoor oder Outdoor..

Jiu Jitsu (1) ~ 6 Jahre

Geschichte

Meine ersten Berührungen waren im Alter von 6 oder 7 Jahren, also sehr sehr jung. Ich weiß nicht mehr so Recht, ob es über Jiu Jitsu oder Karate war..

Lange machte ich es nicht, da ich umzugsbedingt aus dem Verein austreten musste.

Fazit

Hat mir wohl als Kind viel Spaß gemacht.. War leider nur ein paar Monate.

Tischtennis ~ 14 Jahre

War mein Ausflug in die Welt des Teamsports? Oder auch Sport Mann gegen Mann. Ich wollte damals aber nur Spielen. Ich war glaube ich 2 Jahre in dem Verein..

Das Klima im Verein war nett, nen sehr guten Schläger bekam ich für wenig Geld von meinem Onkel, der Semi-Pro-Tischtennis-Spieler ist. Und wirklich mehr als nen Paar Schuhe und Schläger brauch man ja nicht als Anfänger..

Nun, was halt mich damals störte, das war auch bei anderen Vereinen später so, war das Drängen, dass ich auf Turniere mit sollte. Mir ging das aufn Keks, sozusagen. Ich hab mich für sowas nie interessiert, es war nie mein Ding..

Irgendwann, umzugsbedingt durch meine Mutter, in eine andere Stadt gezogen, bin ich aus dem Verein raus.

Nachgetrauert habe ich es nicht.

Für mich war Tischtennis nicht wirklich etwas. Ich hab zwar gerne mit anderen Leuten gespielt, aber ich hab es auch nur als Spielen und nicht als Training angesehen. Und auf Turniere wollte ich nicht.

Jiu Jitsu (2) – 18 / 19 Jahre

Es gab nen gewissen Vorfall mit nem Klassenkameraden, der mich dazu brachte, dass ich lernen wollte, wie ich ihm richtig auf die Fresse schlage..

Was macht man da als Teenager? Klar! Man sucht sich nen Kampfsport, ich bin nun zum 2. Mal bei Jiu Jitsu gelandet. Aber anderer Verein, anderer Lehrer.

An sich war es ganz ok: Ich mochte zwar nen anderen Schüler nicht, dem ich ein Gips um das Handgelenk zu verdanken hab, aber ansonst war es ne lustige Gruppe.
Ich hab damals viel über Körperbeherrschung, Fallschule und Selbstverteidigung gelernt. Meine überschüssige Energie konnte ich an einem Sandsack 1x die Woche ablassen und Karate-Kate hat mir genügend Konzentration abverlangt für saubere Schlagtechnik.

Ach ja, den hänselnden Klassenkameraden musste ich irgendwie nie die Nase brechen – nen anderer Schüler hatte ihn verprügelt, so dass er kurzerhand bei allen anderen aufhörte zu hänseln..

Fazit

Ich bin dann nach ca. 2 Jahren aus dem Verein raus. Das hatte mit 2 Dingen zu tun, hauptsächlich: Die zeitliche Belastung vom Abitur sorgte dafür, dass ich Montags um 1730 heim kam, um 1900 Uhr ins Training musste und gegen 21 Uhr heim kam. Verstehst sich, nicht viel Zeit für Essen, Erholung oder Schule..

Und der 2. Hauptpunkt war für mich der Sensei, der auch nach 1,5 Jahren mich nicht zur 1. Kyu-Prüfung zuließ, obwohl sein Meisterschüler meinte, ich sei schon längst überfällig dazu..

Irgendwie hatte es mir gelangt und wollte nicht mehr so richtig und habe mich dann abgemeldet.

Schulsport

Kurz: Mit fast allen Schulsportarten konnte man mich quälen. Mir ging es auf den Keks, mich unter Zwang körperlich betätigen zu müssen. Wirklich. Lichtblick war für mich Basketball, und Sitzfußball. Mit allen Formen von Leichtathletik, Handball und Fußball bekam ich Kotzanfälle!

Inline-Skaten 14 Jahre und 23 Jahre

Ja, das hab ich auch mal probiert. In 2 Teilen. Teil 1 war mit billigen Inlineskates, mit denen ich mich dermaßen auf den Arsch lederte, dass ich sie kurzerhand in den Müll warf.

2. Versuch war mit teureren K2 Skates, bei denen mir aber ständig die Knöchen schmerzen – die Bänder des Fußgelenks.. Also landeten die K2 Skates bei ebay.

Skaten war nie was für mich. Schwerpunkt zu weit oben, keine wirkliche Bremse, zu schnell zu hohe Geschwindigkeiten, … nene. Muss nicht.

Mountainbike / Radfahren

Oh ja, MTB bin ich JAHRE gefahren. Wirklich. Mit nem Kinder-MTB, mit nem Hardtail, mit nem Enduro und mit nem All-Terain. Hab da wirklich einige 1000€ (kein Scherz) an Räder, Material und Zubehör reingesteckt.

Ich bin in die Alpen gefahren, Fahrrad im Auto festgeschnallt und ab gings.

Doch, so wirklich limitierte am MTB Fahren meine Knie. Ich weiß es nicht, laut Röntgen, Ultraschall, nichts zu sehen, zu messen. Doch egal welches Rad, welche Pedale, Schuhe, Sitz, sogar auf nem Hollandrad… Nach ca 15-20 km Tour schmerzten meine Kniegelenkte, rechts am stärksten und dann war für 5 – 7 Tage erstmal Ruhezeit angesagt.

Seit 2 Jahren bin ich kein MTB gefahren. Irgendwie schade, aber im Gegensatz zum Auto rosten die Dinger nicht. Ich weiß nicht, wie ich weiter damit machen soll.

Dazu kommt, dass meine MTBs hier in der Region Rhein-Main absolut überdimensioniert sind.. Und Rad ins Auto und dann in Taunus ist wirklich nicht meine Vorstellung von ökologischem Sport, was ja Radeln ja ist..

MTB ist halt irgendwie nen Relikt aus meiner früheren Jahren, bis ich nach Wiesbaden gekommen bin: in Idar-Oberstein und Bad Kreuznach (Kuhberg) konnte man super MTB fahren. Aber hier? Ohne benzingefüttertes Transport-Vehikül keine chance..

Kendo

Oh ja. Kendo war cool. Wirklich. 2 h jeden Sonntag das härteste Training, mit Salzflecken vom Schweiß an der Rüstung und Klamotten, so anstrengend, dass man daheim erstmal ne Stnde schlafen musste.

Ich war knapp 2 Jahre im Verein (bin irgendwie immer so 2 Jahre bei irgend nem Verein und höre dann auf..)..

Angefangen damals mit meiner 1. Freundin. Als wir nicht mehr Zusammen waren, hab ich das Training alleine besucht. Das bedeute 100 km hin und Rückreise, da es in Idar-Oberstein kein naher Kendo-Club gab. Der nächste war eben bei Alzey.

Jetzt könnt ihr euch vorstellen, dass mal eben so in der Ausbildung, 100 km zusätzlich am Wochenende plus Vereinskosten, plus Ausrüstungskosten (TEUER! paar hundert euro!!), wirklich kosten enstanden sind.

Ja, der Auslöser aufzuhören war eine 1. Kyu Prüfung, in der ich als einziger von 20 durchgefallen bin.

Ich müsst euch das so vorstellen: Ich war knapp 2 Jahre im Training. Wir haben auf Wettkampf trainiert, also ganz andere Schlagabfolge, schneller, direkter, nicht so langsam.. In der Prüfung sind aber gezielte, ruhige, genaue Schläge geprüft worden.

Ok, also ich hab praktisch meine Gegner umgehauen, körperlich, wie Technisch. Das hat den Prüfern nicht gefallen „unsauber“, ihre Aussage.

Da stand ich da. Die 1. Kyu Prüfung kann man praktsich nach 6 Monaten Training mit blinden Augen machen.. Ich kam nach 2 Jahren, schlug meine Gegner den Bambus um die Backen und fiel noch durch die Prüfung durch.

Auf der Top-10-Skala meiner Wutanfälle und Enttäuschungen ganz weit oben.

Ich hatte wochen vor der Prüfung den Sensei gefragt: Bin ich ok, bestehe ich? Und er meinte, jaja, alles ok, wir müssen nix spezielles prüfen.

Also, auf Prüfer sauer, auf Sensei sauer, über mich enttäuscht. Ich hätte das Bambusrohr fast auf dem Boden zerschlagen.. Bin ohne mich zu verabschieden heim.

Einige Wochen dann nicht mehr ins Training und dann mich aus dem Verein abgemeldet. Ich wollte nicht mehr. Enttäuschung über die Prüfung, dann auch wieder „Komm mit zu Turnieren“, die hohen Fahrtkosten, ..

Das war Kendo. Kendo ist schwer, hart, wirklich. Eigentlich wie im Tischtennis wollte ich nur bissel Spielen.. Aber die Kyu Prüfung halt bestehen..

Joggen (1) 18 Jahre+ (2) 19 Jahre

Joggen kann ich. Barfuss auf Asphalt oder Beton, kilometerlang, langsam, zum Einschlafen.. Ich hab wirklich Ausdauermuskulatur.. Aber zur Geschichte..

Irgendwan so mit 18, neben Abi-Stress, Stress mit Mutter (Differenzen), kein Jiu-Jitsu mehr, hatte ich was gesucht, um meine Energie rauszulassen. Ich dacht mir „Ach, muss doch sein, dass man ohne Schuhe joggen kann! Die Neandertaler sind doch auch gelaufen!“.

Paar Wochen später bin ich dann 10, 12, 15 km am Stück, mal mit kurzer Pause, gejoggt, Barfuss, in der Sonne, super langsam.. War nett.

Ja, irgendwann hatte ich andere Prioritäten. Aber mit 27 hab ich das wieder für mich entdeckt. Heute joggen ich nicht mehr so weit, ab 10 Grad Außentemperatur, einmal die Woche, paar Kilometer.

Fitness-Studio 24-26 Jahre

Oh ja, da war ich auch mal.. Hab es ein paar Wochen mit Kraftraining und Ausdauertraining probiert. Nach den Bücher Primal Blueprint und Body by Science weiß ich, dass mein „Training“ absoluter Scheiß war, auch den Möchtegern-Trainern zu verdanken.

Nach wenigen Wochen hab ich gemerkt, dass Maschinentraining nix für mich ist, und ich hab dann Kurse zu Rückengymnastik und Pilates angefangen.

Das Fitness-Studio kostetet damals ca 55€ im Monat, später gab es keine Vergünstigung von der Krankenkasse mehr und es wurde dann auf 65€ mir einfach zu teuer. 700€ für 2x die Woche Sportkurse war mir zu teuer. Also, Kündigung!

Pilates

Ich habe mir nen örtlichen Sportverein gesucht mit ner sehr guten Sporttrainern für Pilates. Anstrengend, fordern. Diese war dann Krank, dann anderer Job, dann Schwanger und die Übergangstrainerin machte mir nicht genug Dampf. Also bin ich auch aus dem Verein nach ca 18 Monaten raus.

Das war alles recht günstig.. Rückblickend muss ich aber sagen, dass das Training absolut ineffektiv war. Zu komplizierte Übungen, zuviele gleiche Muskelgruppen, zu wenig Intensität, zuviele Wiederholungen.

Und das Training ging hauptsählich auf Oberschenkel, Rücken, Bauch. Garnicht auf Arme. Man hatte nächsten Tag das übelste Bauchmuskelkater. Aber Bauchtraining bringt GARNIX in Punkto Fett-Abnehmen!

Wenn auch die Trainerin super war, bestand der Kurs aus 18 Frauen und 2 Männern in der Regeln :(. Also oftmals wirklich Hausfrauen-Klatsch.

Ich brauch beim Sport meine Ruhe, will Schwitzen und Stöhnen und mal bei zuviel Druck Furzen. Geht natürlich nicht. Irgendwie alles nicht so mein Ding.

Pilates im Fitnessstudio war cooler, aber voll zu teuer.

Iss auch egal.

Krafttraining

Ich war im Januar in Mallorca in nem 4* Hotel mit exzellentem Essen und Fitnesstudio. Da fing der Part an, dass ich mich um Ernährung und Training gekümmert hab.

Ich bin beim Kraftraining hängen geblieben. Wird kein Bodybuilder aus mir. Aber ich habe für mich eine schöne Möglichkeit aus Therabändern und Bodyweight-Excercises gefunden. Sichtbar, fühlbar, messbarer Erfolg. Mal schauen, wie ich weiter mache.

Klettern / Bouldern

Klettern, indoor an Kletterwand hatte ich mit der Schule mal. Fand ich cool.

Hab dann Bouldern entdeckt, nen 20€ Kurs gemacht und selten so enttäuscht gewesen. Das war ja GARNIX für mich!

Schwitzige Finger, Abrutschen (ich schwitze viel an Händen), 6 x geklettert, dann schmerzten mir die Hände, aber am nächsten Tag null Muskelkater, dann gab es Leihschuhe, die so gestunken haben.. Ist man nicht schnell genug am Ziel, verließ mich die Kraft in den Händen.. Die Griffe so klein, ich dachte man könnte sich vielleicht hochziehen mit Muskelkraft – nö, alles Hände.

Die Trainer waren nett, aber das war alles nix..

Günstig ist es auch nicht. Karte kostet 9,50€ .. Jetzt kann man sich vorstellen, wie lange man kommen müsste, um überhaupt nen Fortschritt zu merken..

Mehr als 1x die Woche soll man nicht Trainieren, sonst Überlastung.. Blabla.. Ich war gefrustet.

Golf

Stellt euch vor, am Samstag mein 1. Mal im Leben richtig Golf gespielt!!! Das war echt COOL! Ich war fast 4 Stunden auf Putting-Green, Chipping und Driving Range, ich glaub so 80 Bälle verballert, 1 h Golftrainer mit Basics. Absolut Traumhaft..

Aber irgendwann war Konzentration weg, Schultern müde, und ich bin heim. Spannend! Selten was gemacht, was so auf Anhieb mich an Sport faszinierte!!!

Das Überfazit

Das war so meine Geschichte des Sports. Hab ich noch was vergessen? Ich aktualisiere später.